Kitty Clark Autorenblog
turkish coffee mokka roses
26.06.20

Prana Macchiato

Daily Coffee Yoga

Notizen für die Roman-Fortsetzung geschrieben,

Kapsel eingelegt und Knopf gedrückt, bei dem Lärm kann man ja nicht arbeiten,

Kaffeekapseln auf die Einkaufsliste geschrieben,

wenn ich schon mal dabei bin die Vase mit drauf geschrieben, die Oma Henriette sich wünscht (Weihnachten kommt schneller als man denkt und dieses Jahr werde ich vorbereitet sein, zum aller-ersten-Mal)

für den Blogeintrag recherchiert, wie giftig Kaffee für den Körper ist, dabei gelesen, dass Nelken den Kaffeegeschmack subtil verfeinern sollen,

aufgefallen, dass Milchschaum zum Kaffee noch toll wäre.

Milch in Milchschäumer gefüllt,

zweihundert Wörter am neuen Romanprojekt geschrieben,

Nelken auf die Einkaufsliste geschrieben, (die braucht man dann eh auch wieder zum Weihnachtsbacken, das kommt ehe man sichs versieht)

Kaffeetasse ist leer, Mist, die Kapseln sind aus.

Freund mit der Einkaufsliste losgeschickt.

Da Freitagnachmittag ist, damit gerechnet, dass der Einkauf länger dauert, der Kaffeedurst ist aber akut.

In einer Ecke des Gruschtel-Schrankes Türkischen Mokka und Kännchen wiedergefunden.

 

Ich stehe am Herd und beobachte die dicke, dunkelbraune Flüssigkeit, die im Kännchen winzige Bläschen auf der ansonsten glatten Oberfläche wirft. Etwa zwei Minuten lang darf ich die Kanne nicht aus den Augen lassen, da das Gebräu schnell überzukochen droht.

Zwei Minuten Pause, in denen ich nicht denke, sondern nur beobachte.

Im Hier und Jetzt bin. Meinen Gefühlen nachempfinde und innerlich ruhig werde.

Ich nehme Prana, Lebensenergie, in mich auf.

Achtsamkeit weitet meinen Geist.

Ich gieße langsam den Mokka in die Tasse, gebe einen Tupfer des vergessenen Milchschaumes darauf und schreibe konzentriert meinen Blogartikel zu Ende.

 

Kaum habe ich ihn hochgeladen, steht der Freund in der Tür. Er sagt, Nelkenstrauß gab es keinen, dafür hat er mir Pfingstrosen in einer Vase mitgebracht, ob das auch okay sei?

mongolische jurte deutschland wochenende jurtenleben
20.06.20

Es gibt jetzt WLAN in der Mongolei.

Eine Wochenend-Fernreise mit Komfort

Tief in meinem Herzen heult die Seele eines einsamen Wolfes. Gib mir was zu schreiben oder tippen (je nach Stromversorgung), einen Kaffee oder Sekt (je nach Uhrzeit) und setz mich an einen Ort, an dem vor meinen Augen etwas passiert, ohne dass ich involviert bin (Bus, Café, Ponyhof).

Das sind die Voraussetzungen für mein Glück, und letztes Wochenende war ich sehr glücklich, denn nach langer Abstinenz war ich mal wieder weg von zu Hause. Und zwar tatsächlich auf einem Ponyhof nicht einmal hundert Kilometer entfernt.

ABER: Gefühlt war ich in der Mongolei, denn ich habe in einer Jurte übernachtet.

Eine what?, fragt ihr euch.

Eine Jurte: traditionelles Zelt von mongolischen Nomaden, hier ein paar Impressionen:

 

 

Diese Jurte steht auf der weitläufigen Obstwiese eines Ponyhofes. In dem wunderbaren Wochenend-Getaway kann man trotz kribbelndem Fernreise-Feeling den Luxus des modernen Lebens genießen: Die unmittelbare Zeltnähe bietet eine Außenküche mit Toaster, eine Dusche mit fließendem warmen Wasser und einen WLAN-Verstärker, der sich wirklich ins Zeug legt.

Zusammengefasst: eine tolle kurzweilige Realitätsflucht für moderne, digitale Wochenend-Nomaden wie mich.

Den Duft der Holzstreben in meiner Nase, den Kopf auf kratzigen Schaffellen gebettet und das Geräusch von prasselndem Regen auf dem runden Dachfenster in meinem Ohr. In warmer, schummriger Atmosphäre habe ich gelesen, geschrieben und vom erfüllten Leben eines richtigen digitalen Nomaden geträumt, denn in letzter Zeit schauen wir immer öfter Dokus von Leuten, die mit ihrem Van oder Expeditionsfahrzeug um die Welt tingeln, wie zum Beispiel die äußerst sympathischen Weltenbummler Theres und Johannes, deren Abenteuer man auf diesem Blog verfolgen kann: AnotherAdventure 

Und immer öfter schleicht sich der innere mongolische Steppenwolf in mein Bewusstsein, dessen aufmerksamer Blick mich fragt: „Was hält dich eigentlich hier?“

hot chocolate receipe foodporn
12.06.20

Gönn dir! Mentale Glücksbooster fürs Wochenende

Ja, was ist denn hier passiert?

Ich erwache aus der Trance: Die Mini-Marshmallow Tüte ist offensichtlich explodiert, Sahnespritzer prangen an der Wand, eine Wolke Zimtstaub hängt noch in der Luft. 
Als ob eine irre Enie van de Meiklokjes mit ihrer Backshow durch meine Küche gewirbelt wäre.
 
Hups, da bin ich wohl etwas euphorisch gewesen, bei der Zubereitung der wunderbaren "Schoki Clara Royal", die strahlend in der Mitte des Chaos thront. 
 
Aber: Es gibt Momente, da braucht man das einfach. 
Da muss man den Alltag kurz pausieren und seine Seele mit dem dekadentesten Zuckerschock verwöhnen, den man sich nur erträumen kann. 

Das Wochenende steht vor der Tür: der beste Grund euch zu empfehlen: gönnt euch! Kein Kalorienzählen, kein Bodyshaper, kein schlechtes Gewissen! 
Einfach nur Genießen, Seele baumeln lassen und die mentalen Glücksdepots auffüllen. 
 
Das sollte man übrigens regelmäßig tun, denn gezieltes Innehalten und Kraft tanken fördert die Resilienz, die psychische Widerstandsfähigkeit. 
 
Ich hab diese Woche viel gearbeitet und mir deshalb die "Clara Royal" gegönnt.
Und wie war eure Woche? Steigen euch die Nicht-Not Betreuten und Home-Beschoolten Kids aufs Dach, habt ihr Zoff mit dem Herzblatt oder war zu allem Übel die rote Tante zu Besuch? Was ist euer dringender und guter Grund, Pause zu machen und wie schaltet ihr am besten ab? 

Erzählt es mir gerne hier

 
Nachfolgend jedenfalls das Rezept für die extravagante "Schoki Clara Royal": 
 
- 1 Glas heiße oder kalte Schokolade
- Sahne 
- Minimarshmallows 
- Zimtpulver
- Weiße Schokoladensplitter 
- Rohrzucker 
- Eine Prise Glitzer
 
Ich geh dann mal die Küche putzen. 
 
Liebe Grüße und ein tolles Wochenende! 

Kitty 
 
 
Ps Warum eigentlich "Clara Royal"? Das Rezept stammt von Clara, einer Nebenfigur in meinem neusten Buch "True Love", hier mehr dazu. 

 
 
Kittys Coffee-Talk
10.06.20

Ein hübscher, kleiner Dalgona Schwank

Sodele, heute gibts einen kleinen Schwank aus meinem Leben
("Schwank" ist witzig, weil hier doppeldeutig, aber dazu komme ich gleich) ☕



Am Wochenende war ich in einer meiner Lieblingsstädte ein wenig shoppen. Das war das erste Mal seit langer Zeit (#stayhome und so) und ich hab die #metime wirklich genossen.

Allerdings lag zwischen "Ich mache eine winzige (meinem mentalen Gleichgewicht zuträgliche) Stippvisite in meinen Lieblingsladen" und "Ich grase im Wahn alle Dekoläden der City ab" nur eine Millisekunde der Zügellosigkeit.

So trug es sich jedenfalls zu, dass ich dieses formvollendete Glas auf obigem Bild käuflich erwarb. Natürlich war es ein aus rein materieller Hinsicht überflüssig, denn mein Hausstand ist komplett und ungleiches Geschirr ist für die Familie ein schwerlich zu ertragender Umstand.

Dennoch siegte mein unbändiger Wunsch, dieses Schmuckstück mit dem Goldrand mein Eigen zu nennen, und die Notwendigkeit rechtfertigte ich wie folgt: "Das brauche ich für ein schönes Instagram Kaffee-Bild." Damit meinem Gewissen genüge getan ist, gibt es also heute dieses Bild.

Im Glas kredenzt seht ihr übrigens einen #dalgonacoffee, der eigentlich aus Milch im unteren Teil des Glases und der Kaffeecreme im oberen Teil besteht. Weil ich aber ein #Kaffeejunkie bin, habe ich kurzerhand die Milch durch meeeehr Kaffee ersetzt. Mein Kreislauf steht dem kreativen (wagemutigen) Projekt allerdings eher skeptisch gegenüber (hier schließt sich der Spannungsbogen zum "Schwank", mich schwindelt es nämlich ein wenig). Also vielleicht nur nachmachen, wenn ihr in einem Zustand seid, in dem Kaffee intravenös auch eine gute Idee wäre.

Wann habt ihr das letzte Mal einen vollkommen unnützen Wunschkauf getätigt, und was war es? Ich bin total hibbelig, es zu erfahren! (Oder ist das das Koffein?)

 

Erzählt es mir gerne hier

Liebe Grüße

Kitty

 

Die ungeschminkte Wahrheit
09.06.20

Die ungeschminkte Wahrheit

Wer kennt sie nicht, diese Tage, an denen man ... 🙈 ... sein Gesicht der Welt nicht antun möchte.


Ein Pickel auf der Stirn, vom Wind aufgesprungene Lippen oder Augenringe wie Mondkrater.

Meine liebe Schwester @livewithsam hat mich jedenfalls nach meinem vorletzten Post dezent darauf hingewiesen, dass sie mir doch letztlich erst diese Gesichtsmaske geschickt hat. Danke für die freundliche Erinnerung, werde ich gleich heute mal anwenden, vielleicht gibts dann bald wieder ein Bild mit Gesicht. Wobei das ne krasse Premium-Maske sein muss, wenn sie die deutlichen Beweise vom #frühschreiben und #spätschreiben ausmerzen soll.

Macht ihr auch gerne mal Beauty-Pausen im Alltag? Und wenn ja, was mögt ihr besonders?

Erzählt es mir gerne hier



Meine Beauty-Favourites sind ja Handpeelings (kann man zwar auf dem Bild nicht sehen, aber die machen immer so tolle Samtpfoten). Liebe Grüße

Kitty

Ps. Denkt aber bitte daran: Auch ohne Gesichtsmasken, Cremes und Make-up, auch an Tagen, an denen ihr meint, dass euer Gesicht nicht vorzeigbar ist: #youarebeautiful

Die ungeschminkte Wahrheit
03.06.20

My life is a rollercoaster

"Ab geht's, auf geht's, eine Runde geht noch!" 🎉

Die Welt der Geschichten ist ein farbenfroher Rummelplatz und in meinem Kopf ist immer etwas los: Fahrgeschäftsmusik dudelt knisternd, es duftet nach Popcorn und dem Heu der Ponys und mit meinen schwitzigen Fingern fahre ich über die Rillen des pinken Chips für die Geisterbahn.

Geschichten begleiten mich rund um die Uhr, jeden Wochentag, das ganze Jahr. Unermüdlich rufen die Ansager der Fahrgeschäfte: "Ab geht's, auf geht's, eine Runde geht noch!" Ich lese (hauptsächlich e-Books über kindleunlimited am Handy in Kassenschlangen), verschlinge Hörbücher wie auf dem Bild (bei bookbeat und audible, hauptsächlich während der Hausarbeit oder beim Autofahren) und schreibe selbst, (hauptsächlich früh morgens, wenn ich es schaffe und an den Wochenenden). Rückblickend waren im Mai meine zauberhaften Fahrgeschäftshighlights folgende:

1) Ein Buch, wunderbar wie ein glasierter, roter Liebesapfel: "In Liebe, John" von @_jasminwinter_ eine gaaanz süße Geschichte! ⭐⭐⭐⭐⭐
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2) Ein Hörbuch, so faszinierend wie ein Besuch im Spiegelkabinett: Die Rachsüchtige von @saskia.calden, ich sag euch, mir ist beim Brote schmieren fast das Messer abgerutscht, als ich diesen Twist gehört habe. Saskia, ich hab mich lange nicht einbekommen, ich hab es geliebt! Ganz großer Hörtipp von mir auf jeden Fall! Vor allem hat mich auch die Sprecherin @elke.appelt überzeugt, obwohl ich sonst männliche Sprecher bevorzuge. Auch ganz klare 5 Sterne
⭐⭐⭐⭐⭐
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3) Ein Gefühl wie eine Fahrt auf der wilden Maus: die unglaubliche Unterstützung bei meiner Buchveröffentlichung! An der Stelle möchte ich euch allen ein ganz dickes Dankeschön sagen! Ich weiß jedes Teilen, jeden aufmunterndes Zuspruch und jedes Like wirklich zu schätzen!

Was waren eure Highlights im Mai?

 

Erzählt es mir gerne hier

In dem Sinne, ganz liebe Grüße und hoppi galloppi auf das nächste Karussell,

Kitty

Kittys Coffee-Talk lavendel einkaufen
28.05.20

Toskanischer Lavendel

Das Aufblitzen von Urlaub im Alltagstrott

Heute war ich einkaufen. Ja, oft beginnen die tollen Geschichten ja mit einer alltäglichen Situation.

Jedenfalls bin ich, in meine Maske schnaufend, mit beschlagenen Brillengläsern und einem schmelzenden Tiegel Eiscreme im Wagen durch die Gänge gepest, da hab ich plötzlich eine Vollbremsung hingelegt.

Was hat mich dazu gebracht umzudrehen und die Kühlkettenunterbrechung meiner abendlichen Nascherei unvernünftigerweise auszureizen?

Die Antwort seht ihr auf dem Bild.

Es war ein getrocknetes Lavendelsträußchen.

Dieses kleine Strüßje hat die gesamte Non-Food Abteilung in eine Provence-Dunstwolke getaucht und mich daran erinnert, dass ich mal gehört habe, dass es auch in der Toskana Lavendelfelder geben soll, die denen in der Provence angeblich in nichts nachstehen.

Wieder daheim, das kostbare Gebilde natürlich kurzerhand im Gepäck, habe ich mich im Internet schlau gemacht und tatsächlich soll es großartige Lavendelfelder südlich von Siena geben. Wie das im Leben so geht, verlor ich mich in einer nachgelagerten Recherchekette, die sich von der bereits geklärten Ausgangsfrage sukzessive entfernte.

Jetzt weiß ich aber, dass es dort, inmitten der toskanischen Lavendelfelder, ein Agroturismo gibt, das ein Baumhaus auf dem Feld umfasst, in dem man übernachten kann. Ist das nicht zauberhaft?

Ich werde meinen Schatz aus dem Supermarkt jedenfalls heute Abend neben das Bett stellen und das Fenster kippen und vielleicht träume ich dann davon, eine Nacht in diesem Baumhaus zu verbringen, mit zartem Lavendelduft in der Nase und dem lauen Nachtwind, der durch mein Haar streichelt.

Wo möchtet ihr gerne mal übernachten?

Erzählt es mir gerne hier

Liebe Grüße

Kitty