Kitty Clark Autorenblog
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Folgt mir bei der Entstehung vom Thriller "Phantomschmerz"

Ich schreibe einen Thriller!

Warum der Genrewechsel?

Ich habe bisher zwei Liebesromane geschrieben: "Die Welt in unseren Herzen" und "True Love - Amy & Aiden", das am 20. Mai veröffentlicht wurde (whoop, whoop!).

"Warum denn dann plötzlich ein Thriller?", fragt ihr euch jetzt.

Die Antwort ist simpel: Ich lese gerne Thriller und ich möchte aus meiner Komfortzone herauskommen und etwas Neues ausprobieren.

Aber: Darf man das als Autor? Einfach so das Genre wechseln? Und dann auch noch vom Liebesroman zum Thriller? Wobei, na ja, in manchen Beziehungen geht es ja auch ziemlich spannungsgeladen zu, so groß ist da der Spagat nicht.

Spaß beiseite. Nachdem ich mir sicher war, als nächstes Projekt den Thriller anzugehen, überlegte ich kurz, ob ich mir für das genrefremde Projekt ein Pseudonym zulegen sollte.


Einige Vorteile eines neuen Pseudonyms

  • Unvoreingenommene Leser
  • Aufbau einer neuen, genrespezifischen Marke
  • Genrespezifischeres Pseudonym



Einige Nachteile eines neuen Pseudonyms

  • Aufwand beim Einrichten neuer Accounts
  • Aufwand beim Aufbau einer neuen Leserschaft
  • Doppelter Pflegeaufwand der Accounts




Warum ich mich GEGEN ein neues Pseudonym entschieden habe

Sicherlich, die genannten Vorteile sind schlüssig und leuchten mir vollkommen ein.
Ja, es wäre bestimmt besser, ein eigenständiges Pseudonym aufzubauen, ein passendes Publikum zu rekrutieren, und sich als Marke im Bereich Thriller zu etablieren.
Und um die geneigten Leser aus dem ersten Genre mitzunehmen, wäre vermutlich ein offenes Pseudonym hilfreich, aber ganz ehrlich: Ich bin ein Schreiber, kein Verkäufer, auch wenn das unumgänglich zum Selfpublishing-Leben dazu gehört.
Die Zeit, die ich für den Aufbau eines neuen Pseudonyms benötigen würde (neue Homepage, Profile auf allen möglichen Plattformen und das aktive Pflegen des Contents), verbringe ich lieber mit dem Schreiben von neuen Geschichten. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, meinen Namen als Kürzel zu verwenden: "K.M. Clark" Ich werde meinen gewohnten Accounts weiternutzen und die Follower über alle Projekte auf dem Laufenden halten. Ich bin mal gespannt, ob ich diese Entscheidung in der nächsten Zeit nochmal überdenke, denn: Ja! Ich weiß, dass das zu Verwirrung führen kann, wenn ich meinen zweiten Liebesroman in Kürze auf den Markt bringe und nebenbei schon mein Thrillerprojekt pflege, aber so ist das Leben nun mal und ich habe mich entschieden einfach mal authentisch zu bleiben (sagen doch immer alle, dass sie mehr Authentizität wollen, voilà, da ist sie).

Ich möchte euch an meiner Leidenschaft für Worte und Geschichten, egal ob Liebesroman oder Thriller, teilhaben lassen und als Autorin und Selfpublisherin zeigen, wie ich arbeite, wie ich vorgehe, welche Themen mich beschäftigen und wie es mit dem Schreibprozess vorangeht.
Ihr düft mich jetzt also sehr sehr gerne, wenn ihr mögt, bei der Entstehung meines Thrillers begleiten.


Das Thriller-Projekt

Die ersten Schritte im Thriller "Phantomschmerz"

Die Idee
Also, jetzt mal konkret zur Sache.
Zuerst gibt es da diese die Idee, die im Kopf des Autors herumwabert. Hier ein kleines Video zu der Idee meines Thrillers "Phantomschmerz".





Die Logline
Gut, fassen wir also nochmal die Idee in der Logline zusammen.
Log-was?
Logline.
Aha. Was ist das und braucht man das wirklich?
Braucht man Wanderschuhe, wenn man in Nepal zum Tracking aufbricht? Nein. Man kann auch in Badelatschen gehen, wie das einige Sherpas zum Beispiel tun. Aber es ist definitiv hilfreich, das richtige Werkzeug zu haben, vor allem am Anfang. Ich nutze die Logline, um den roten Faden nicht zu verlieren, nicht vom Weg abzukommen und das Ziel immer im Blick zu haben. Die Logline hält mich immer auf Kurs.

Die Logline für meinen Thriller lautet wie folgt:

Eine junge Mutter jagt in Sydney einen kaltblütigen Serienmörder, um ihr Neugeborenes zu retten.

Diese Logline schreibe ich mir auf und hänge sie neben meinen Schreibtisch. Es gibt kein Kapitel, in dem ich sie mir nicht vor Augen halte.
Und dann? Was brauche ich noch, bis das Schreiben starten kann?
Nebenbei: Es gibt Autoren, die starten an diesem Punkt bereits mit dem Schreiben. Das habe ich bei meinem ersten Buch auch gemacht, aber inzwischen bin ich ein glühender Verfechter von Plotting und gründlicher Vorbereitung, sonst nimmt der Schreibprozess ausufernde Ausmaße an.


Der Plot
Ich nutze zum Plotten das Blake Snyder Beat Sheet, über das ich bereits ein Lieblied, äh, einen Blogbeitrag geschrieben habe, den ihr hier nachlesen könnt.
Um das Blake Snyder Beat Sheet adäquat nutzen zu können, benötigt man die genaue Wortzahl des Projektes. Ich habe eine Wortzahl von 125.000 Wörtern festgelegt. Das sind fast doppelt so viele wie mein erster Roman, und fast dreimal so viele wie mein Kurzroman. Mittels der von Blake Snyder definierten Beats habe ich ein Plotboard angelegt, oder wie Blake Snyder in seinem Werk "Rettet die Katze!" formuliert: "Ab an die Tafel." Mein aktuelles BS-Plotboard sieht so aus:





Deutlich erkennbar die Drei-Akt-Struktur mit dem zweigeteilten zweiten Akt, sowie der Midpoint und die Wendepunkte.
Ich schreibe das Buch in zwei Handlungssträngen, die komplett nebeneinander herlaufen und sich in Akt 3 miteinander verweben.
Hierzu habe ich die Gesamtwortzahl 50:50 geteilt und so bekommt jeder Erzählstrang 62.500 Wörter. Das Blake Snyder Beat Sheet habe ich natürlich auch auf die 62.500 Wörter angewedet und so wird in beiden Erzählsträngen nach 2.841 Wörtern entsprechend des BS das Thema des jeweiligen Stranges verkündet werden.

Ich habe überlegt mit den jeweiligen Spannungsbögen zu spielen und einem Erzählstrang vielleicht weniger Wörter zuzuweisen, die Linien asynchron zueinander laufen zu lassen, die Phansenfrequenz also unterschiedlich zu gestalten, um dadurch gegenläufige Spannungsbögen zu erzeugen. Ich habe mich aber dazu entschieden, eine gleiche Phasenfrequenz zu wählen, um durch die Überlagerung der Schwingungen die Amplitude des Ausschlages zu erhöhen. Durch den Überlagerungseffekt der Spannungswellen soll der Leser doppelt getriggert und in Ruhe oder Aufruhe gebracht werden.

Der eine Handlungsstrang behandelt die Protagonistin Julie und ihre Jagd nach dem Antagonisten, dem Phantom, während der zweite Handlungsstrang eine Familie zeigt, dessen Kind ebenfalls entführt wurde, die aber weiterhin Psychoterror erleiden. Hat das Phantom sein Handlungsmuster verändert und den Opferkreis erweitert, dass es jetzt seine perversen Spielchen mit den Eltern der toten Kinder treibt?


Die Charaktere
Der Protagonist und der Antagonist, die Helfer und die Schwellenhüter. Es gibt etliche Figuren, die in einem Roman agieren dürfen. Ich stelle euch hier die wichtigsten vor. Entsprechend allgemein anerkannter Storytelling-Auffassung habe ich die Heldin und den Antagonisten so gegensätzlich zueinander geschaffen wie nur möglich. Das Phantom ist ein Serienmörder, der Kinder quält und meuchelt, die Heldin dagegen ist vom Archetyp Mutter, zudem eine arglose und heitere junge Frau. Könnte es noch extremer sein? Hier die Videovorstellungen zu den beiden Hauptcharakteren:




Die beiden Hauptfiguren sind natürlich zu dem Zeitpunkt, an dem ich anfange zu schreibe, bereits vollständig durchdacht. Sie haben eine Lebensgeschichte, ein Motiv, emotionale Hürden, die sie während des Verlaufes der Geschichte überwinden müssen, um zum Ziel zu kommen und auch ganz menschliche Züge. Der beste Freund von Julie, der Protagonistin ist Clay, und dieser unterstützt sie bei der Jagd nach dem Phantom. Clay hat einen Tick, der ihn liebenswert macht, und zwar verfällt er in Alliterationen, wenn er nervös oder aufgeregt ist.


Cover und Klappentext
Der Klappentext gehört für mich ebenso wie die Logline und der Kurzpitch zu den Werkzeugen, die vor dem Schreibprozess erstellt werden müssen. Außerdem habe ich bereits einen Amateurentwurf zum Cover in Photoshop gestaltet, um dem Projekt ein Gesicht zu geben und es greifbarer zu machen. Dieses Cover wird aber vor der Veröffentlichung als Buch und E-Book nochmal unters professionelle Messer müssen.





Das Moodboard
Ich habe neuerdings angefangen Moddboards zu führen. Vorher habe ich das stets belächelt, aber inzwischen hat mich das Pinterest Fieber gepackt und deshalb findet ihr auch auf meinem Pinterest Account eine "Thriller-Projekt" Pinnwand. Ihr dürft mir natürlich gerne folgen.


Der Projektplan
Puh. So. Das war schon ein ordentlicher Berg Arbeit und einige Werkzeuge, die mich im Schreibprozess unterstützen. Natürlich habe auch einen Projektzeitplan, der meinen Wochen-Wordcount festlegt, und damit auch die Schreibphase, Korrekturphase und Veröffentlichungsphase definiert. Den Plan stelle ich euch bald an dieser Stelle vor. Zum ganz groben zeitlichen Plan kann ich euch aber schon mal sagen, dass ich plane, zur Frankfurter Buchmesse meinen Thriller mitzubringen.


Das Projekt nimmt seinen Lauf - Die Schreibphase

Aktuell habe ich etwa 55.000 von den 125.000 geplanten Wörtern geschrieben.
Bei Instagram poste ich euch in meiner Story öfter den Fortschritt zum Wordcount, folgt mir also gerne.


Ausblick

Wenn ihr wissen wollt, wie es mit dem Thriller weitergeht, wie der Schreibprozess läuft, ob ich Hürden mit den beschriebenen Werkzeugen habe, oder ob sich meine Charktere doch noch selbstständig machen, obwohl ich sie so straff festgezurrt habe, könnt ihr an verschiedenen Stellen verfolgen.
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